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“An ihren Taten sind sie zu erkennen” heisst es in der Bergpredigt. Das gilt auch für die Verwaltung. Ankündigungen haben ihre Berechtigung, aber die Ergebnisse zählen. Soeben ist der Geschäftsbericht 2012 des Kantons Zug erschienen. Der Bericht gibt Auskunft über die Rechnungszahlen und die wichtigsten Taten der Verwaltung im Berichtsjahr. Er ist online verfügbar, die Ausführungen zur Bildungsdirektion beginnen auf Seite 87. Weil die “Taten” dort stehen, geht es mir im Folgenden um meine Haltungen.

Haltungen bieten Halt
Ich habe den Geschäftsbericht auch genutzt, um einige grundsätzliche Aussagen zu meinen bildungspolitischen Haltungen zu machen. Haltungen sind wichtig, sie sind der innere Kompass. Haltungen bieten Halt, so ist das. Ich spreche in diesem Zusammenhang von übergeordneten Zielen.

Gestalten können
Auf der Ebene der übergeordneten Ziele ist mir die Bildungshoheit der Kantone und das Subsidiaritätsprinzip im Umgang mit den Gemeinden, Schulkommissionen, Schulleitungen, Schulhausleitungen und Lehrpersonen ein grosses Anliegen. Eigenverantwortung und Freiräume erachte ich als wichtigste Grundlage für eine hohe Schulqualität. Wer mitgestalten kann, fühlt sich für das Ganze verantwortlich.

Nebeneinander von Berufs- und Allgemeinbildung
Ebenfalls auf die Ebene der übergeordneten Ziele gehört die Debatte über das Schweizer Nebeneinander von Berufs- und Allgemeinbildung bzw. über die Anteile der beiden Ausbildungswege. Eine Annäherung an später selektionierende Bildungssysteme (möglichst viele an die Kanti!) lehne ich ab. Eine späte Selektion erhöht nur die Fallhöhe für die Betroffenen und führt viele junge Menschen auf den bildungsmässigen Holzweg. Hingegen befürworte ich die in den letzten Jahren stetig verbesserte Durchlässigkeit zwischen den Bildungswegen und die Gestaltung der Berufsbildung nach dem Motto “Kein Abschluss ohne Anschluss”. Gerecht ist, was Chancen schafft. Das Schweizer Bildungssystem ist das gerechteste der Welt.

Starke Lehrer, starke Schüler
Auf der Ebene der Umsetzung halte ich mich an das Dreibein “Starker Lehrkörper – Hohe Ziele – Viel Unterricht” für die behutsame Arbeit am Zuger Schulwesen. Was macht eine gute Lehrperson aus? Was muss ich tun, damit die besten Lehrerinnen und Lehrer in unseren Schulzimmern stehen? Wie setze ich hohe und höchste menschliche und fachliche Ziele? Wie schaffe ich Raum und Zeit, damit die Schülerinnen und Schüler fürs Leben lernen können? Das sind Fragen, die mich auf der Umsetzungsebene beschäftigen. Deswegen bin ich viel an den Zuger Schulen unterwegs. Und wer jetzt denkt, dass diese Fragen nur mit mehr Geld beantwortet werden kann, irrt sich. Manchmal ist weniger mehr. Sogar in der Bildung.

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Herzlich, Stephan Schleiss