Drei Schätze bewahre er sich, soll der legendäre Laozi gesagt haben: Liebe, Genügsamkeit und Demut. Wer nicht liebe, könne nicht mutig sein. Wer nicht genügsam sei, könne nicht grosszügig sein. Wer nicht diene, könne nicht herrschen. Dies scheinen mir wahrlich gute Schätze, nicht nur für jeden Einzelnen von uns, sondern auch mit Blick auf grössere Organisationen. Nehmen wir doch die PH Zug als Beispiel. Wie steht es da um diese Schätze? Beginnen wir mit der Liebe.

Zu rund vierzig bis fünfzig Lehrpersonen gehen wir in unserem Leben zur Schule. Fragt man uns, an welche wir besonders gute Erinnerungen hegen, fallen im Durchschnitt zwei bis drei Namen. In positiver Erinnerung bleiben uns vor allem Lehrerinnen und Lehrer, die für bestimmte Themen regelrecht brannten, uns mit ihrem Wissen beeindruckten und mit ihrer Begeisterung ansteckten. Welche Dozentinnen und Dozenten an der PH das Feuer in sich tragen, um es weitergeben zu können, können die Studentinnen und Studenten besser beurteilen als ich. Für mich sind zum Beispiel die äusserst erfreulichen Studierendenzahlen ein starker Hinweis, dass an der PH Zug mit Leidenschaft gearbeitet wird. Weiter stelle ich fest, dass die PH Zug mit offenem Visier und keinesfalls anbiedernd für ihre Sache einsteht und sich mit spannenden Projekten immer wieder in der Gesellschaft bemerkbar macht. Auch das geht nicht ohne echte Liebe zum Gegenstand.

Genügsamkeit ist für gewöhnlich nicht die Stärke des Bildungswesens. Dass auch die Bildung einen Beitrag leisten muss, wenn der Kanton sparen muss, liegt aber auf der Hand. Schliesslich machen die Bildungskosten in fast ausnahmslos allen Kantonen den grössten Budgetposten aus. Die PH Zug trug und trägt die Zuger Sparprogramme mit. Sie hat sich mit grossem Verantwortungsbewusstsein in diesen
Prozess geschickt.

Bleibt zuletzt die Demut, das Dienen. Die PH Zug dient dem Kanton auf mannigfaltige Art und Weise, wovon die Aus- und Weiterbildung nur die sichtbarsten Beiträge sind. Persönlich schätze ich beispielsweise die Expertise, auf die ich als Bildungsdirektor schon wiederholt zurückgreifen durfte, oder die PH Zug als Ort der klugen bildungspolitischen Debatte. Auch die zügige Umsetzung der Allrounderausbildung ist durchaus ein Ausdruck dieses Dienens.

Liebe, Genügsamkeit, Demut: an der PH Zug werden diese Schätze bewahrt. Die PH Zug ist auf dem richtigen Weg. Ich bin sehr stolz auf sie. Wir alle dürfen stolz sein auf unsere Pädagogische Hochschule.

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