Ich freue mich sehr, mit Ihnen die heutige Feier verbringen zu dürfen. Es ist meine erste Maturitätsfeier als Bildungsdirektor, das erste Mal, dass ich ein Grusswort überbringen darf.

Zum Thema Maturitätsfeier ist mir bisher immer die eigene Maturitätsfeier in den Sinn gekommen, die den Abschluss meiner Mittelschulzeit markierte. Damit verbunden viele Erinnerungen an eine wunderbare Zeit, die ich sehr genossen habe, in der ich viel lernen durfte und die mich auch als Person geprägt hat.

Bis zum heutigen Tag sind meine Gedanken zum Thema Maturität somit im Wesentlichen nostalgische gewesen. Gegen das ist grundsätzlich auch nichts einzuwenden. Aber aus der Perspektive eines Bildungsdirektors geht man dann doch noch etwas anders an die Materie heran. Schliesslich ist man verantwortlich dafür – und da ist Nostalgie selten ein guter Massstab.

Ich habe deshalb während der heutigen Kantonsratssitzung ein wenig über dem Thema Fachmaturität gebrütet und bin, wenn auch nicht zum Ei des Kolumbus, aber immerhin zu einigen Erkenntnissen gekommen. Meine Überlegungen drehten sich um das Thema “Bildungserfolg”.

Die Direktion für Bildung und Kultur ist nicht nur dafür verantwortlich, dass Bildung im Kanton Zug stattfindet, sondern vielmehr dafür, dass die Bildung im Kanton Zug erfolgreich ist. Es gilt dafür in mehrerlei Hinsicht optimale Rahmenbedingungen zu schaffen. Ich denke an institutionelle Voraussetzungen, an Nahtstellen zwischen einzelnen Bildungsinstitutionen oder an Abschlüsse, die von Partnern auch anerkennt werden müssen, weil sie sonst letztlich nichts wert sind. Es braucht aber auch infrastrukturelle Voraussetzungen. Schulen wachsen, Lernformen ändern sich. In unmittelbarer Nähe der FMS auf dem Theilerareal wird ja bis 2015 kräftig in die Bildungsinfrastruktur des Kantons Zug investiert werden. Es gibt noch viele andere Rahmenbedigungen, die für Bildungserfolg notwendig sind – und für die die Direktion für Bildung und Kultur verantwortlich ist. Ich erspare Ihnen die abschliessende Aufzählung.

Die Frage ist dann eher, woran kann man Bildungserfolg erkennen? Die Antwort liegt auf der Hand: an Ihnen, den Absolventinnen und Absolventen. Was wir heute Abend feiern, ist nämlich der Abschluss einer erfolgreiche Bildungsanstrengung. Zu diesem erzielten Bildungserfolg gratuliere ich Ihnen von Herzen. Geniessen Sie den Augenblick, seien Sie auch stolz auf das Erreichte. Die Ausbildung hat Ihnen hoffentlich viel abverlangt: Fleiss, Neugier, Disziplin, den Willen zur Teamarbeit, aber auch Hartnäckigkeit und die Fähigkeit, zwischendurch einen Misserfolg wegzustecken. Frau Rey hat mich informiert, dass einige ihrer Kolleginnen und Kollegen die Prüfung nicht bestanden haben. Jenen wünsche ich die nötige Hartnäckigkeit noch einmal anzutreten und die Chance im zweiten Anlauf zu packen.

Sie werden heute Ihre Fachmaturitätszeugnisse im Profil Pädagogik entgegennehmen dürfen. Ihre berufliche Laufbahn wird also unweigerlich von weiteren Bildungserfolgen geprägt sein. Einen nächsten Bildungserfolg werden Sie noch selber an einer Pädagogischen Hochschule erringen müssen. In Ihrer späteren Tätigkeit als diplomierte Lehrperson werden Sie dann dafür besorgt sein, dass die Ihnen anvertrauten Schülerinnen und Schüler Bildungserfolge erzielen. Sie sehen also: Erfolgreiche Bildung ist eine grosse Gemeinsamkeit von uns: Ich als Bildungsdirektor bin verantwortlich dafür, dass er im Kanton Zug erreicht wird. Sie als Fachmaturandinnen und -maturanden dürfen ihn selber geniessen und in Ihrer beruflichen Zukunft werden Sie ihn hoffentlich vielfach weitergeben.

In diesem Sinne schliesse ich mein Lob auf den Bildungserfolg und richte Ihnen die besten Grüsse des gesamten Zuger Regierungsrates aus.