Das Berufsbildungssystem und damit das Gewerbe sind ein wichtiger Abnehmer der Volksschule. Als Bildungsdirektor pflege ich daher einen intensiven und institutionalisierten Austausch mit den Wirtschaftsverbänden. Dieser Dialog hat in der Vergangenheit Früchte getragen. Ein Beispiel dafür aus der letzten Legislatur ist der Lehrplan 21 und die dazugehörige Stundentafel. Wichtige Anliegen des Gewerbeverbands konnten aufgenommen werden: Fokus auf Lesen-Schreiben-Rechnen (zusätzliche Lektion Deutsch, kein Abbau bei Mathematik entgegen der Musterstundentafel zum Lehrplan 21) und Stärkung von MINT (Informatik als eigenes Fach, kein Abbau beim Werken, Beibehaltung des Wahlfachs Geometrisches Zeichnen). Der Dialog Schule-Wirtschaft wird auch in der nächsten Legislatur wichtig bleiben, wenn es darum geht, das Fundament der Berufsbildung zu stärken. Das ist wichtig, weil wir dem Fachkräftemangel mit der Stärkung des Wegs über Berufsbildung und Berufsmatura begegnen müssen. Der enge Bezug zur Wirtschaft und zur Praxis sorgt dafür, dass die richtigen Fachkräfte ausgebildet werden. Die Stärkung der Berufsbildung bedingt auch eine Stärkung der vorgelagerten gemeindlichen Sekundarstufe. Dazu gehört auch der Mut zur Selektion im Übertrittsverfahren – von allen Beteiligten.